Freundschaftswanderung mit Wanderfreunden aus Langenselbold

Oktober 24, 2019 webmaster

Die Wanderfreundschaft zwischen den Wandervereinen aus Gräfenhausen und Langenselbold besteht seit dem Jahr 2017. Bisher wurden schon fünf gemeinsame Wanderungen durchgeführt. In diesem Jahr trafen sich die befreundeten Gruppen, um Gräfenhausen kennenzulernen. Die Gräfenhäuser Wanderer fuhren in Fahrgemeinschaften nach Wixhausen zum Bahnhof. Hier trafen die Wanderer aus Langenselbold ein. Nach einer kurzen Begrüßung der Gäste durch den ersten Vorsitzenden Walter Seibel übernahmen die Wanderführer Klaus Papst und Walter Gottschall die Führung der Wandergruppe. Der Weg führte über die Brühlstraße, den Wiesengraben, Erzhäuser Weg und Schleifweg zur Hessenwaldschule. In einem kleinen Vortrag wurde die Hessenwaldschule vorgestellt. Die Schule wurde mit dem Beginn der Schuljahrgänge 1971/72 erstmalig in Betrieb genommen. Seit Oktober 2013 arbeiteten Architekten, Bagger, Bauarbeiter und Handwerker auf Hochtouren, um die neue Hessenwaldschule für rund 24 Millionen Euro entstehen zu lassen. Im September 2016 bezogen Schüler, Lehrer und alle Angestellten das neue Schulgebäude. Weiter führte der Wanderweg dem Mühlbach entlang bis zur Brücke auf Höhe des Sensfelder Hof. Auch hier wurde in einem Vortrag über den seit dem Jahr 1209 bestehenden Sensfelder Hof berichtet. Auch die örtlichen Bachläufe waren ein Thema, so der im Bessunger Forst entspringende Ruthsenbach und die im Messeler Hügelland entspringende Silz, die Quellbäche des Mühlbaches sind. Beide Bäche fließen bei Arheilgen zusammen und bilden den Mühlbach. Der Weg führte die Wandergruppe nun unter der Autobahn hindurch zum Steinrodsee. Hier traf man die zweite Wandergruppe, die von Monika Schmidt geführt wurde, und einen kürzeren Weg direkt zum See genommen hatte. Weiter führte der Weg durch die Felder nach Gräfenhausen. Über die Hauptstraße und den Postplatz wurde der Kirchplatz erreicht. Auch hier wurde ein Vortrag über den Ortsmittelpunkt gehalten. Über den Kirchenbau von Georg Moller im Jahre 1818 bis 1819, den alten Kirchturm aus dem 12. Jahrhundert, über die alte Schule von 1839, dem alten Rathaus mit dem Wiegehäuschen mit der Gemeindewaage – dies wurde 1963 abgerissen – wurde berichtet. Außerdem wurde über die Synagoge, das alte Pfarrhaus und das Spritzenhaus berichtet, die alle im Bereich des heutigen Postplatzes standen. Der Weg durch Gräfenhausen führte nun am Ohlystift vorbei zum Treppenturm, dem ältesten weltlichen Gebäude von Gräfenhausen aus dem Jahre 1555. Durch die Heinrich-Bengel-Anlage und über die Mittelstraße kam die Wandergruppe um 13.30 Uhr im Vereinsheim der SKG Gräfenhausen an. Nach der etwa zweistündigen Mittagspause trat die Wandergruppe den Weg über die Bauernbrücke zum Naturdenkmal „Düne Rotböll“ an. Diese Sanddüne wurde am Ende der Weichseleiszeit durch Sandaufwehungen aus pleistozänem Flugsand gebildet. Auf dem Areal sind zahlreiche Pflanzenarten vorhanden, die geschützt, schützenswert oder gefährdet sind. Die Düne erreicht eine Höhe von maximal 118,3 Metern und ist damit die höchste Stelle in der Gemarkung Gräfenhausen. Über die Felder führte der Weg weiter nach Wixhausen, über die Brücke vom Ruthsenbach und Trinkbornstraße zum Bahnhof. Die Vorsitzende der Langenselbolder Wandergruppe dankte den Wanderführern für die schöne Wanderung, besonderen Dank und Anerkennung erhielt Walter Gottschall für seine kleinen Vorträge und Informationen. Gegen 18 Uhr fand die Verabschiedung statt, alle Teilnehmer waren sich einig, dass solche Freundschaftswanderungen auch weiterhin veranstaltet werden sollen.

wgo