Besuch beim Nieder-Klinger Storch
Für die Märzwanderung hatte sich die Wandergruppe der SKG Gräfenhausen den Storchenwanderweg bei Nieder-Klingen ausgesucht, der aus Anlass der Wiederkehr des Storches in die Nieder-Klinger Gemarkung von einem Freundeskreis „Klinger Storch“ 2014 ausgearbeitet worden war. Startpunkt für die 34 Wanderfreunde am Sonntag, dem 19. März, war allerdings der Parkplatz der Otzbergschule in Lengfeld, der in Fahrgemeinschaften angesteuert wurde. Über die Straße „Am Schafbuckel“ führte der Weg am rätselhaften Denkmal zur Judenverfolgung vorbei zum Alten Rathaus und weiter durch die Raiffeisenstraße leicht ansteigend auf einen Feldweg, den Vulkankegel immer im Blick. Unterwegs musste man nicht nur dem stürmischen Wind sondern auch einem Regenschauer trotzen. Mit Erreichen der Zinselsgasse am Ortsanfang von Hering stand das steilste, aber zum Glück nicht lange Teilstück der Wanderung bevor. Nach Passieren des alten Heringer Backhauses und des Rathauses mit dem eingängigen Spruch „Rat nach Tat kommt zu spat“ führte der Burgweg an einem Haus mit einer Wandnische vorbei, in der ein kleines Engelchen mit seiner Haartolle an Donald Trump im Kindesalter erinnerte. Auf einem breiten Treppenweg zur Veste Otzberg konnten sich die Wanderer an großen Schautafeln über die Geschichte der Burg informieren. Oben auf der Burg bot sich ein weiter Blick in die Landschaft des Otzberger Landes unter dem grauen Sturmhimmel. Nach der Mittagsrast im Cafe des Museums führte der Weiterweg abwärts um die Burg herum zur alten Heringer Volksschule, in deren Nähe eine Bergwand mit Säulenbasalt von den vulkanischen Aktivitäten vor 22 Millionen Jahren zeugt. Über freies Feld ging es dann hinunter nach Nieder-Klingen. Dort bekamen die Wanderer endlich den Storch zu Gesicht: An einer Hauswand prangte ein Storchenwappen mit der Jahreszahl 1806 und in der Nähe des Anglerteiches entdeckten sie eine große holzgeschnitzte Storchenfigur in einem Garten. Der lebende Meister Adebar – von den drei Vortourgängern eine Woche zuvor noch über seinem nahen Nest kreisend gesichtet – gab sich an diesem Tag nicht die Ehre. An der Sozialeinrichtung Heydenmühle vorbei führte der pfützenreiche Feldweg weiter zur allmählich verfallenden Bundenmühle, bei deren Anblick Erinnerungen an die Fernsehserie „Diese Drombuschs“ wach wurden, von der viele Szenen hier gedreht wurden. Von hier konnte man auch schon die Otzbergschule sehen, zu der es nun nicht mehr weit zum Parkplatz war. Trotz unsichtbarem Storch erhielten bei der Schlussrast zu Hause die drei Wanderführer Silvia und Gustl Weitzel und Ulrich Mättner für diese 12 Kilometer lange Rundwanderung dankbaren Applaus. um