Bericht Juliwanderung

Juli 15, 2020 webmaster

Von Offenthal zum Keltenzug auf der Bulau bei Urberach


Nach viermonatiger Wanderpause machte die Wanderabteilung der SKG Gräfenhausen wieder eine Wanderung. Die Gruppe traf sich am Bürgerhaus in Gräfenhausen und fuhr mit PKWs nach Offenthal zum Parkplatz in der Werner-v.-Braun-Straße. Hier übernahm der Wanderführer Walter Gottschall die 24 Personen starke Gruppe. In kleinen Gruppen und dem entsprechenden Abstand führte der Weg über die Gleise der Rodgau Bahn in Richtung Messel. Auf der Brücke der B486, hatte man einen schönen Rundblick, zum einen über Offenthal im Norden, Langen im Westen, Messel im Süden und Urberach mit der Bulau im Osten. Nach einem kurzen Vortrag vom Wanderführer erreichte die Gruppe nach 2 Kilometern den schattigen Wald. Zunächst führte der Weg weiter nach Süden und bog nach kurzer Zeit nach Osten ab, die Gruppe erreichte nach 3 Kilometern den Waldrand, hier blickte man über Urberach und auf eines der größten Amprion-Umspannwerke. An diesem Knotenpunkt laufen Freileitungen und Erdkabel zusammen, die Hochspannungsstrom mit 380 oder 220 Kilovolt (KV) anliefern. Die Luft knisterte nur so vor Elektrizität.
Gigantische Transformatoren senken die Spannung auf jene 110 KV, die die regionalen Netzbetreiber benötigen. Sechs dieser Riesen stehen auf dem Gelände, die schwersten wiegen 340 Tonnen. Sie beliefern das Rhein-Main-Gebiet und auch die Maximalverbraucher wie Opel, BASF oder den Industriepark Höchst. Nach dem Info-Vortrag von Walter Gottschall und einer kleinen Pause führte der jetzt recht sonniger Weg zum Naturfreundehaus auf der Bulau. Zwei Stunden Mittagspause waren angesagt, zum Essen und zum Erholen. Um 15 Uhr war wieder Abmarsch zum Keltenzug, den die Gruppe nach einer halben Stunde erreichte. Auf der höhe von ca. 200 m hat man eine sehr schönen weiten Blick in Richtung Rodgau und den Odenwald. Eine schöne Aussicht an diesem Punkt; dazu ein rekonstruierter Abschnitt der Römerstraße „Hohe Straße“, in Verbindung mit der Installation eines keltischen Trauerzugs, die den Bestattungsritus eines hallstattzeitlichen Kriegers thematisiert. Dies vor dem Hintergrund zweier wiederhergestellter Grabhügel, macht den Ort insgesamt sehenswert. Neben dem eigentlichen Keltendenkmal findet man auch einige Stellwände mit geschichtlichen Informationen über die Kelten- und die Römer-Zeit. Auf einer Rekonstruktion einer keltischen Brücke wurde ein Gruppenfoto gemacht, danach führte der zunächst Richtung Norden, dann nach Westen, vorbei an 3 Wasserwerken, die hier auf den Hügeln der Bulau angelegt wurden. Auf dem Rückweg nach Offenthal machte die Gräfenhäuser Wandergruppe halt am Wildschützer Steinbruch. Hier wurde bis in die 1950 Jahre wurde der rotgefärbte Sandstein abgebaut, heute ist es ein Naturdenkmal. Vorbei an mehreren Ponyhöfen kam die Wandergruppe nach ca. 10 Kilometern wieder in Offenthal an. Nach dem der 1.Vorsitzender Walter Seibel dem Wanderführer Walter Gottschall seinen Dank für die sehr schöne Wanderung ausgesprochen hatte und dies die Wandergruppe mit Beifall bedacht hatte, ging es wieder Heim in Richtung Gräfenhausen.

WGo